Schreibe nur über Dinge, die du auch kennst!

Es ist schon erstaunlich, aber ein alter Tipp, den junge Autoren immer wieder zu hören bekommen lautet: Schreibe über die Dinge, mit denen du dich auch auskennst.

Wie? Und Fantasy?

Was für ein Blödsinn werden die meisten sofort denken. Im Bereich Fantasy denken die Autoren sich schließlich die phantastischsten Welten aus und von denen ist schließlich keine echt. Und auch in anderen Genres schreiben die Menschen doch meist eine erfundene Geschichte. Sonst müsste man wohl jeden Thriller-Autoren gleich einsperren.

Ist der Ratschlag also totaler Blödsinn?

Das nun auch nicht. Denn was eigentlich hinter diesem Ratschlag steht, ist ein verdammt guter Tipp.

Es geht zum Beispiel um Beschreibungen. Wenn ihr einen Ort oder einen Menschen beschreiben sollt, ist es nicht immer einfach sich etwas komplett neues auszudenken. Da helfe ich mir manchmal mit einem kleinen Trick. Ich denke an einen Ort, an dem ich war, oder einen Menschen, den ich schonmal gesehen habe.

Was dann auf dem Papier erscheint, würze ich nach Bedarf noch um ausgedachte Fakten. Keine Sorge! Niemand wird merken, dass ihr einen Ort beschreibt, den es schon gibt. Aber weil eure Beschreibung vermutlich anschaulicher und realistischer ist, werden sie sich fühlen, als würden sie an einem echten Ort stehen.

Emotionen

Auch wenn ihr eine besonders emotionale Szene beschreiben wollt, hilft es euch, an eure eigenen Erfahrungen zu denken. Auch wenn die Situation eures Protagonisten euch SO vermutlich nie widerfahren ist – die Emotionen (Wut, Enttäuschung, Freude, usw.) – werdet ihr aus anderen Situationen kennen. Erinnert euch an diese zurück und überlegt wie genau ihr euch gefühlt habt. Und das übertragt ihr dann auf die Szene in eurem Buch.

Kampfszenen und Hofetickette

Wenn ihr vorher recherchiert habt, merkt man das oft. Ihr könnt selbstbewusster mit mehr Liebe zum Detail schreiben. Ich persönlich denke zwar nicht, dass jedes Wort in einem Roman historisch korrekt oder dergleichen sein muss, aber man merkt schon, wenn der Autor den Eindruck macht, sich mit einem Thema auszukennen.

Wie gesagt, es muss nicht immer alles korrekt und realistisch sein (sonst gäbe es wohl weder Fantasy noch Science Fiction), aber wenn ihr euer Werk mit echten Fakten würzt, kann das sehr interessant sein.

Und? Was sagt ihr? Nehmt ihr gern Dinge in euer Buch rein, die ihr kennt und bedient euch an Erfahrungen, die ihr gemacht habt?

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