10 Dinge, die du einem Autoren nicht sagen darfst

Es gibt so unendlich viele Vorurteile über das Leben und die Arbeit eines Autors. Die Leute haben manchmal absolut keine Vorstellung, wie es tatsächlich ist, zu schreiben.

Wenn ihr mal einen Autor trefft, dann sagt unter keinen Umständen diese Dinge zu ihm!

  1. Ich hätte gar nicht so viele Ideen. Dir fliegen sie vermutlich nur so zu.

Wie oft höre ich: Ich hätte ja gar nicht so viele Ideen. Ich weiß gar nicht, wo du die vielen Einfälle immer her nimmst.

Was denken denn die Leute? Dass man als Autor einen eingebauten Ideengenerator hat? Ja, sicherlich gehört es zur Voraussetzung des Autorendaseins, kreativ zu sein. Aber es ist jetzt auch nicht so, dass mir die Ideen nur so zufliegen. Ich denke verdammt viel nach und muss einen Großteil der Ideen verwerfen, bevor ich mal eine habe, die wirklich was taugt.

2. Du musst gar nicht mehr arbeiten, richtig?

Wieviele Leute denken, dass man als Autor eigentlich gar nicht mehr richtig arbeitet? Oh, du schreibst doch bloß hier und da mal, wenn die Lust dich packt. das ist doch wohl kaum Arbeit!

Nein. So funktioniert das nicht. Wenn wir nur schreiben, wenn uns die Lust packt, wird das Buch vielleicht erst in 5 Jahren fertig.

Und außerdem steckt da jede Menge Arbeit drin. Schreiben, Überarbeiten, Buchmarketing. Leute, das ist ein Full-Time-Job.

3. Autor? Aber was ist dein richtiger Job?

Ja, es stimmt, viele Autoren haben einen Job oder Nebenjob, mit dem sie sich etwas dazu verdienen müssen, weil ihre Leidenschaft allein, sie nicht über Wasser hält.

Aber für die meisten ist das Schreiben ihre wahre Berufung. Der andere Job nur da, bis die Schreibkarriere endlich Anlauf nimmt. Und wie oben schon beschrieben: Schreiben ist ein Full-Time-Job. Wir geben einen Großteil unserer Freizeit und sicherlich auch die eine oder andere Karrierechance auf. Unsere Berufung nicht ernst zu nehmen, ist verdammt unhöflich.

4. Cool! Kann ich ein Gratis-Exemplar haben?

Nein. Ich versuche mit dem Buch Geld zu verdienen.

5. Cool! Willst du nicht mal über mein Leben schreiben?

Nein.

6. Cool! Ich habe eine unglaubliche Idee! Willst du sie nicht für dein nächstes Buch verwenden und wir teilen uns die Einnahmen?

Nein. Eine Idee zu haben, ist sicherlich ein Anfang. Aber die Arbeit steckt im Schreiben, Überarbeiten, wieder schreiben und irgendwann im Buchmarketing. Also nein, ich habe nicht vor die ganze Arbeit für eine fremde Idee zu machen. Und noch weniger habe ich vor, die Einnahmen mit dir zu teilen.

7. Du musst verdammt viel Freizeit haben.

Nein. Habe ich nicht. Ich gebe einen sehr großen Teil meiner Freizeit auf, um das Ganze neben meinem Job zu machen oder ich mache das ALS JOB. In beiden Fällen habe ich nicht mehr Zeit als andere Menschen. In beiden Fällen NEHME ich mir die Zeit und gebe dafür etwas auf.

8. Ich lese ja nie und finde Bücher total langweilig.

Jedem das seine, keine Frage. Soetwas zu sagen, ist aber vielleicht nicht so nett in der Nähe eines Autors. Wir sind Sensibelchen, die Angst haben, dass unser Buch niemandem gefällt. Sei nicht fies zu uns.

9. Ist dein Buch überhaupt gut?

Was soll man auf soetwas antworten?

Entweder ich sage ja. Ist ja schließlich etwas, das ich in die Welt gebe, weil ich das Gefühl habe, die Welt damit zu bereichern.

Oder ich sage nein. Weil ich einen schlechten Tag hatte und in Selbstzweifeln versinke.

Beides ist doof. Aber wenn mich schon jemand so fragt, versuche ich ja zu sagen.

10. Ihr seid dran! Was ist das schlimmste, das jemals jemand zu euch gesagt hat?

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.